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ERSTMALS FRAU ALS PRATERPRÄSIDENTIN

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Die 1956 geborene Eva Sittler, "ein echtes Kind des Praters" wurde am 15. November mit großer Mehrheit zur neuen Präsidentin des Wiener Praterverbandes gewählt. Bereits ihr Großvater, Philliph Kolnhofer war unmittelbar nach Kriegsende Präsident des neu gegründeten Praterverbandes. Mit Sittler kommt neuer Schwung und Elan in den Wiener Prater. Für 2007 sind einige Neuerungen geplant. In Zukunft will man den Prater auch über den Winter offen halten.

"Ziel für meine Amtsperiode ist die erfolgreiche Fortführung der Arbeit für den Prater. Mit dem Master- und Flächenwidmungsplan kommen große Herausforderungen auf uns zu. Ich möchte nicht nur Präsidentin der Unternehmer, sondern auch Präsidentin aller Praterbesucher sein", so die frisch gewählte Präsidentin über ihre Vorhaben.

Eva Sittler: Seit 50 Jahren ein Leben für den Prater

Die 1956 geborene Leopoldstädterin ist ein echtes Kind des Praters. Ihre Familie ist seit 85 Jahren im Wiener Wurstelprater tätig. Der Gründer der Praterdynastie, Ihr Großvater Philliph Kolnhofer, war von 1945 bis 1954 Präsident des Verbandes der Praterunternehmer und leitete in dieser Zeit erfolgreich den Wiederaufbau des komplett zerstörten Praters. Eva Sittler tritt nicht nur in die Fußstapfen ihres Großvaters, sondern ist auch die erste Frau, die jemals Präsidentin des Wiener Praterverbands wurde. Schon als Kind arbeitete sie an den Wochenenden als Kassiererin am Kinderringelspiel fleißig mit. Nach dem Besuch einer Berufsbildenden höheren Schule übernahm sie Anfang der achtziger Jahre vier Betriebe ihres Vaters. Durch Fleiß und kaufmännisches Geschick gelang es ihr gemeinsam mit ihrem Ehemann die Anzahl ihrer Praterbetriebe zu verdoppeln.

Das Team um die neue Präsidentin ist im Großen und Ganzen gleich geblieben. "Die Konstanz im Team garantiert auch weiterhin eine erfolgreiche, zukunftsorientierte Arbeit für den ganzen Wurstelprater", so Praterverband-Geschäftsführer Alexander Meyer-Hiestand.

Saisonrückblick 2006

Die Umsätze und Besucherzahlen des Wiener Wurstelpraters waren 2006 rückläufig. Der Umsatzrückgang wird von den Praterunternehmern mit knapp unterhalb der zehn Prozent-Marke angeführt. Meyer-Hiestand sieht die Ursachen dafür in mehreren Punkten: "Abgesehen vom Wetter, das der Saison speziell im August einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wird die Konkurrenz an anderen Freizeiteinrichtungen in Wien von Jahr zu Jahr härter und vielseitiger. Den Prater als Monopolist auf Alleinunterhaltung gibt es nicht mehr. Das Wettbewerbsumfeld ist vielseitiger geworden. Außerdem tragen die rechtlichen Rahmenbedingungen im Prater für uns Unternehmer nicht gerade zu einem hohen Anreiz für zukunftsträchtige notwendige Investitionen bei." 

Großer Erfolg waren Veranstaltungen im Prater

Publikumsmagneten und sehr gelungen waren in der Saison 2006 die zahlreichen Veranstaltungen im und um den Wurstelprater. Vom Osterfest im Prater über das Countryfest bis zum Praterrummel im Sommer: Die Starnacht und das Open Air Kino erfreuten zahlreiche Besucher. Auch das traditionelle Wiener Ferienspiel jeden Dienstag im Sommer wurde wieder durchgeführt. Die Fortsetzung der zahlreichen Aktionen wird bereits geplant.

Auch im Winter attraktiv

Mit Kolariks Praterfee eröffnete am 10. November nach einem Großumbau wieder eine Praterinstitution seine Pforten. Das neue Lokal für Mütter und Kinder ist während des gesamten Winters im Wiener Prater geöffnet und besticht durch den in warmen Tönen gehaltenen Stillraum, die still- und babyfreundliche Speisekarte sowie viele weitere Neuerungen für die allerjüngsten Gäste. Zwischen Praterfee und Wasserbahn wird das neue Brunswick Bowling- und Freizeitcenter eröffnet, das ebenfalls den ganzen Winter Praterbesucher erfreut. Der Prater zahlt sich also auch für einen Winterbesuch aus.

Neue Attraktionen 2007: Wasserbahn in Planung

Für 2007 ist eine besondere Attraktion geplant: Eine neue Wasserbahn. Mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro wird der Wurstelprater um eine große Attraktion reicher.

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